Einfahrvorschriften für regenerierte MZ-MotorenEin regenerierter MZ-Motor muss genauso wie ein neuer Motor eingefahren werden. Wichtigster Prozess dabei ist die Glättung der Kolbenlaufbahn im Zylinder. Das Einfahren geschieht aber nicht automatisch durch das Absolvieren einer bestimmten Anzahl Kilometern. Das „Wie" hat den größeren Einfluss.
Niemals während der Einfahrzeit Teil- oder vollsynthetisches Zweitaktöl verwenden, der regenerierte Motor würde damit nicht richtig einlaufen!. Während der Einfahrzeit ausschließlich mineralisches Zweitaktöl im Mischverhältnis 1:50 bzw. für die Motoren mit Buchsen statt Nadellager 1:33 verwenden!
Ordnungsgemäße Vergasereinstellung und Bedüsung sind bei Inbetriebnahme eines regenerierten Motors zwingend erforderlich. Die Vergasernadel muss sich während der Einfahrzeit in der sogenannten „Einfahrstellung“ befinden.
Beim ersten Motorlauf den Motor rund zwei Minuten im Stand laufen lassen, dabei immer wieder kurz etwa maximal Halbgas geben. Während der ersten 100km sollte dabei der Motor vorsichtig behandelt werden und Drehzahlen über 4000 u/min vermieden werden. Aber auch zu untertouriges fahren ist zu vermeiden.
Die Einfahrzeit beträgt rund 2000 km. Die Drehzahlen allmählich, mit immer länger werdenden Zwischenspurts erhöhen. Dabei jedoch konstante Drehzahlen möglichst vermeiden. Der Wechsel zwischen niedrigem und höherem Tempo mit häufigem Schalten lässt den Motor gut einlaufen.
Man achte während des Einfahrens auf den Ton des Motors und ob er beim Gas geben seine Drehzahl willig erhöht oder nur dumpfer brummt, vielleicht sogar zu „klingeln“ anfängt. In diesem Fall besteht die Gefahr eines Kolbenklemmers. |